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11 Fakten über den Heuschreck

Ein Präsident mit Geheimauftrag

03.02.2026

Wenn beim Heuschreck einer einen kühlen Kopf und gleichzeitig Humor im Blut hatte, dann war es Gustl Thormeyer.
Als er 1988 das Ruder des Traditionsvereins übernahm, brachte er zwei Dinge mit: Disziplin – und das gewisse Augenzwinkern, das man beim Heuschreck so liebt.

Seine Karriere hatte Gustl bei der Bundeswehr begonnen, wo er als Nachrichtenspezialist und Auswerter tätig war. Disziplin, Organisationstalent und ein feines Gespür für Menschen begleiteten ihn sein ganzes Berufsleben – und genau das machte ihn später auch zum starken Präsidenten der KG Heuschreck.

Denn wer weiß, wie man Daten sortiert, Menschen führt und den Überblick behält, der ist auch beim Heuschreck bestens aufgehoben. Mit ruhiger Hand und klarer Struktur leitete Thormeyer ab 1988 den Verein – eine Zeit des Wandels, in der Tradition und Moderne zueinanderfinden mussten. Unter seiner Führung gelang es, den Verein organisatorisch neu aufzustellen, Abläufe zu verbessern und zugleich das närrische Herzstück lebendig zu halten.

Gustl war keiner, der laut auf die Pauke haute. Er war der Präsident, der alles im Blick hatte – leise, verlässlich, mit trockenem Humor. Wenn Sitzungen geplant oder große Veranstaltungen vorbereitet wurden, war auf ihn Verlass. Und sollte einmal etwas schiefgehen, hieß es mit einem Augenzwinkern:
„Gustl regelt das – vertraulich, versteht sich!“

Sein Spitzname im Verein – augenzwinkernd „der Heuschreck-Agent“ – kam nicht von ungefähr.
Denn obwohl seine berufliche Vergangenheit mit Geheimnissen zu tun hatte, blieb für ihn das Wichtigste immer offen sichtbar: der Frohsinn.
Und genau diesen verkörperte er bis zuletzt – in Wort, Tat und Haltung.

Fast zwei Jahrzehnte lang führte Thormeyer den Heuschreck mit Herz und Verstand. 2008 übergab er schließlich das Präsidentenamt an Harald Reusch, den einst jüngsten Prinzen der Vereinsgeschichte – eine symbolträchtige Staffelstabübergabe, die Erfahrung und Nachwuchs vereinte.

Bis dahin hatte Gustl viele Spuren hinterlassen: moderne Strukturen, verlässliche Abläufe und eine generationenübergreifende Gemeinschaft, die sich auf ihn verlassen konnte.

Gustl Thormeyer war kein Präsident, der im Rampenlicht stand. Aber er war einer, ohne den das Licht gar nicht angegangen wäre. Ein Mann, der wusste, wann man reden – und wann man einfach lächeln muss. Ein Präsident mit Haltung, Herz und Humor. Kurz gesagt: Ein echter Heuschreck mit Geheimauftrag für den Frohsinn.

Text: David Weidert
Fotos/Darstellungen: David Weidert/KI

Quellen: Heuschreck Chronik

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